„Ein exzeptionelles Potpourri gleich einem Koitus inmitten der Wüste, dreckig wie Kyuss, dabei stimmlich zuckersüß“
– Ticketmagazin

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„Auf ihrer gleichnamigen Debüt-EP brechen die Österreicher Intra mutig mit gängigen Genrekonventionen und klingen dabei trotzdem unverwechselbar nach Stoner-Rock.

Die künstlerische Gratwanderung zwischen der Herausforderung von Hörgewohnheiten und nur dem Selbstzweck dienender Zurschaustellung technischer Fähigkeiten am Instrument ist schmal. Intra halten dabei stets gekonnt die Balance. Schon im Intro des Openers „Over and Done“ zeichnet sich ab, dass der Takt auf ihrer EP gerne abseits von 4/4 vorgegeben wird, was die typisch brummig-verzerrten Stoner-Riffs direkt interessanter klingen lässt. Das Trio findet aber trotz vertrackter rhythmischer Strukturen immer wieder zu bemerkenswert eingängigen Refrains zurück, was der gesanglich sehr talentierten Frontfrau Bianca Ortner zu verdanken ist. Ortner setzt sich mit kreativen Melodien und ihrer starken Stimme ganz klar gegen die tiefen Gitarrenklänge durch. Intras Debüt-EP ist dazu noch wirklich gut produziert – über den Sound eines Demos sind die Linzer schon weit hinaus. Dank Intras rhythmischer Experimentierfreude verfügt die EP über eine erstaunlich hohe Halbwertszeit, woran auch das Songwriting großen Anteil hat: Deren Ohrwurmfaktor ist für so progressiven Stoner-Rock ungewöhnlich hoch. Zusammen macht das einen mehr als soliden Gesamteindruck.
– Gerrit Köppl, Visions Music Magazine

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Einführende melancholische Gitarrenklänge werden durch ein plötzlich jaulendes Feedback-Heulen und einen kernigen Stoner-Rock-Riff verjagt. Ein Mädel und zwei Junx aus Wien stellen sich vor unter dem Namen INTRA und das ist auch der Titel ihrer gleichnamigen Debüt EP, die 5 Knaller beinhaltet. „Over And Done“ ist komplex, vielschichtig und ähnelt ansatzweise den verschachtelten Rhythmen der „Wisbhone Ash“-Klassiker aus den 70er Jahren, als diese britische Band noch innovative Wege ging. Der Gesang von BIANCA ORTNER dagegen erinnert mich an den der „Palindrome“-Frontfrau Rosa Nentwich-Bouchal.
Auch das zweite Stück „If You Care“ hämmert richtig los, Gitarrist HANNES PRÖSTLER wirft mit wuchtigen Riffs um sich, während Trommler LUKAS AICHINGER das Tempo gekonnt variiert; ab Minute 01:21 bricht dann ein starkes (leider nur kurzes) Wah-Wah-Fuzz-Donnerwetter los, zum Ende des Stück erlebe ich mein headbängendes „Black-Sabbath“-Deja-Vu! Auf noch mehr Sechs-Saiten-Marshall-Ibanez-Ekstase dürfen sich ProgArtRock-Fans freuen im „Break“, während – mein persofave des Albums – „Clockwork“ wieder die experimentierfreudigere Ausrichtung der Band betont. Vergleichsweise höre ich diverse „Rush“ und sogar „Gentle Giant“-Elemente, die sich im Laufe der Jahrzehnte in meinem Gedächtniskatalog angesammelt haben. Vokalistin Bianca spielt übrigens – was unüblich ist für metallisch ausgerichtete Gruppierungen – einen Fender Jazz Bass und schraubt sich am Ende des Stücks mit ihrer Stimme in schwindelerregende Höhen! Das finale „Down The Roof“ brummt noch mal mit ohrenbetäubender „QOTSA“-Gedächtnis-Dröhnung und die letzte Gesangszeile sollte man nicht zu ernst nehmen, denn diese Band befindet sich ganz sicher auf dem aufsteigenden Ast!

FAZIT: Eine fette Ladung Österreich zelebrieren INTRA auf ihrer Debüt EP „Intra“ und wer immer noch glaubt, dass es im Nachbarland nur fröhlichen Folxrock und Conchita Wurst gibt, dem sei auch ein Blick auf unsere neue Rubrik „CDs aus Österreich“ empfohlen, in der sich dieser Dreier heftig um einen TOP-Platz in der Rubrik „Newcomer des Jahres“ bewirbt, die Bestandteil in unserem am Ende des Jahres erstmals veranstalteten „Poll“ sein wird. Mehr Infos dazu ab Anfang Dezember!
– Bronek Kubal, music-newsletter.de

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INTRA – „INTRA“

Die Linzer Formation INTRA zeigt sich auf ihrer eben erschienenen, selbstbenannten EP als eine Band, die die harten Rockklänge auf ungewöhnlich abwechslungsreiche, aufregende und auch sehr anspruchsvolle Weise zu interpretieren weiß.

Musikalisch gemütlich gemacht haben es sich Bianca Ortner (Bass, Gesang), Hannes Pröstler (Gitarre, Gesang) und Lukas Aichinger (Schlagzeug) – die drei Köpfe hinter Intra – irgendwo im weiten Spannungsfeld zwischen progressivem Stoner Rock, Post-Metal, Indie-Rock und Grunge. Eine Mischung, die jetzt zwar nicht die Neuerfindung des Rades bedeutet, in diesem Fall aber dann doch viel Reiz entwickelt, eben weil Intra die unterschiedlichen Versatzstücke in sehr eindringlicher und interessanter Form miteinander zu verbinden versteht.

Unüberhörbar ist das große musikalische Vorbild der Band. In manchen Riffs, Breaks, Aufbauten und Melodien ist es fast so, als wären den Austrian-Newcomer-Award-2016-Preisträgern beim Songschreiben die amerikanischen Prog-Metal-Götter Tool persönlich als Ratgeber zur Seite gestanden. Was Intra aber keinesfalls negativ ausgelegt werden sollte, denn zum einen machen Sängerin Bianco Ortner und ihre beiden Kollegen ihre Sache ausgesprochen gut und wissen auch genügend eigene Akzente zu setzen und zum anderen kann man sich in seinem Tun definitiv auf weniger spannende und austauschbarere musikalische Entwürfe beziehen.

EIN VIELSCHICHTIGER UND SPANNUNGSGELADENER ROCKENTWURF
Das Linzer Dreiergespann offenbart seine Stärken vor allem in seinem wirklich abwechslungsreichen und anspruchsvollen Songwriting. Die fünf Nummern der EP erschöpfen sich nämlich nicht im gewöhnlichen 08/15-Format, sondern folgen ihren ganz eigenen Regeln und Erzählsträngen. Mal lassen es Intra richtig schön mächtig, heftig, krachend und laut zur Sache gehen, dann wieder durchwandern sie instrumental deutlich ruhigere, reduziertere und atmosphärisch verdichtete Gefilde. Auch das stete Wechselspiel zwischen einer gewissen rhythmischen Vertracktheit und simpler Straight-forward-Geradlinigkeit steht der Musik von Intra wirklich sehr gut an. Insgesamt zeichnet sich so ein sehr vielschichtiges und spannungsgeladenes Gesamtbild, welches doch mehr aus den Rahmen fällt als vieles aus derselben musikalischen Richtung.

Intra legen mit ihrer EP ein Stück Musik vor, das definitiv Potenzial beweist. Die Linzer Band liefert mit diesem Output auf jeden Fall den Beweis, dass auch in Zukunft definitiv mit ihr gerechnet werden sollte.

– Michael Ternai, mica – music austria

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